Mein Name ist Nina Fokken, Jahrgang 1977, geboren in Solingen, wo ich auch lebe und arbeite.

Die Ästhetik guter Fotos hat mich schon immer fasziniert. Wenn ich gute Fotos sehe, bin ich von ihrer Ausstrahlung und ihrer Kraft überwältigt.

Ein berühmter Mensch hat mal gesagt, dass man sich für die Zeit des Shootings in seinen Kunden versetzen muß. Ich denke, da ist einiges dran. Um den Menschen so einzufangen, wie er ist, muß man in der Lage sein, ihn kurzfristig mit den Augen eines Freundes zu betrachten.

Vor 11 Jahren habe ich meine Liebe zur Photographie entdeckt und habe nach einem Praktikum für das ehemalige Photostudio Schmachtenberg gearbeitet.

Eines Tages hatte ich eine SLR-Kamera in der Hand. Und nachdem ich schon so einiges ausprobiert hatte, um meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen, habe ich ziemlich schnell festgestellt, dass mir die Photographie liegt. Ein Photograph muß zum einen ein Auge für Motive, Bildkompositionen und -aufbau haben und sich zum anderen die Zeit nehmen, sich dem zu fotografierenden Menschen zu nähern. Ich war in der Lage, Photos, die in meinem Kopf "schon fertig" waren, hinauszulassen, und so einen Gegenpol zum stellenweise trockenen und unkreativen Job zu schaffen.

Meine Arbeit macht mir großen Spaß, und es ist immer wieder spannend, die verborgenen und unvermuteten Seiten eines Motivs zu entdecken und den Moment festzuhalten.

 

Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.